Pflegeeinrichtungen stehen tagtäglich vor komplexen Herausforderungen: Der Personalmangel ist groß, die finanziellen Mittel begrenzt und der Betrieb läuft rund um die Uhr. Die Umweltauswirkungen sind nicht zu unterschätzen ebenso wenig wie Kostenersparnisse durch Ressourcenschonung. Energieverbrauch, Wasser, Abfall, Reinigung, Verpflegung – all das sind Umweltaspekte, die systematisch gesteuert werden können.
EURO Plus und Volkssolidarität Chemnitz hat diese Verantwortung erkannt und verstanden, dass Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich sinnvoll ist. Die Entscheidung für EMAS fiel bewusst freiwillig, aus einer unternehmerischen Haltung heraus. Ziel war nicht nur eine bessere Umweltleistung, sondern auch eine zukunftsfähige Ausrichtung des Unternehmens sowie ein glaubwürdiges Nachhaltigkeitsprofil.
Die Einführung eines EMAS-Systems bedeutet nicht nur Dokumentation und Pflichtenhefte – es ist vor allem ein Entwicklungsprozess. Gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort haben wir die Einführung entlang folgender Schritte gestaltet:
1. Umweltprüfung
Zu Beginn stand eine umfassende Umweltprüfung: Wo stehen wir? Welche Umweltaspekte sind wesentlich? Wie sehen Umweltkennzahlen aus? Welche Prozesse bergen Risiken? Welche Umwelt- und Energieregulatorien gilt es zu berücksichtigen?
2. Aufbau des Umweltmanagementsystems
Anhand der Erkenntnisse aus der Umweltprüfung wurde das Umweltmanagementsystem aufgebaut: Zuständigkeiten definiert, das Umweltprogramm mit Umweltzielen, Meilensteinen und Maßnahmen formuliert, Kennzahlen und Prozesse entwickelt. Ein Umweltteam wurde etabliert – mit Vertreter*innen aus verschiedenen Einrichtungen.
3. Schulung und Sensibilisierung
Eine der wichtigsten Maßnahmen war die Einbindung der Mitarbeitenden: In Schulungen wurden sie für zentrale Themen sensibilisiert – z.B. Energiesparen im Alltag oder Vermeidung von Einwegprodukten und die grundlegenden Pfeiler des EMAS vermittelt. Die Ideen zur Verbesserung des Umwelt- und Energiemanagementsystems der Teams flossen direkt in das Maßnahmenprogramm ein.
4. Interne und externe Auditierung
Nach etwa neun Monaten Vorbereitung wurde das System zunächst intern überprüft – anschließend folgte die offizielle Begutachtung durch einen akkreditierten Umweltgutachter. Ergebnis: Das Umweltmanagementsystem wurde erfolgreich validiert – samt Veröffentlichung einer transparenten Umwelterklärung.
Die Einführung von EMAS bei der EURO Plus und Volkssolidarität Chemnitz hat nicht nur das Umweltbewusstsein geschärft – sie hat konkrete Verbesserungen angestoßen:
Darüber hinaus wurde durch die strukturierte Herangehensweise auch die interne Kommunikation verbessert, Verantwortlichkeiten wurden klarer – und der Weg für weitere Nachhaltigkeitsprojekte geebnet.
Das Beispiel der EURO Plus und Volkssolidarität Chemnitz zeigt: EMAS ist kein bürokratisches Konstrukt, sondern ein praxistaugliches Werkzeug, um in der Sozialwirtschaft nachhaltiger zu wirtschaften. Wer bereit ist, bestehende Abläufe zu hinterfragen und Mitarbeitende einzubinden, kann spürbare Veränderungen erreichen – ökologisch, ökonomisch und kulturell.
Für viele unserer Kunden ist die Einführung eines Umweltmanagementsystems nicht mehr nur eine Option – sondern ein strategischer Schritt. EMAS bietet hierfür ein robustes, bewährtes Rahmenwerk – gerade für Organisationen, die auch transparente Nachhaltigkeitsberichte im Rahmen der CSRD vorlegen müssen.
Wir begleiten Sie gerne auf diesem Weg – mit Erfahrung, Systemverständnis und einem pragmatischen Blick auf Ihre Realität.