KWA Kuratorium Wohnen im Alter gAG verfolgt bereits seit vielen Jahren nachhaltige Ansätze – von energetischen Sanierungen über Ökostrom bis hin zu Photovoltaikanlagen und nachhaltiger Mobilität. Mit Blick auf steigende regulatorische Anforderungen, wachsende Erwartungen von Bewohner*innen, Mitarbeitenden und Finanzpartnern sollte Nachhaltigkeit, insbesondere das Thema CO2 jedoch messbar und steuerbar werden. Im Rahmen des Projekts wurde eine unternehmensweite CO2-Bilanz erstellt.
KWA verfügte bereits über zahlreiche nachhaltige Einzelmaßnahmen – jedoch ohne konsolidierte Datengrundlage. Deshalb standen die folgenden Fragen im Vordergrund:
Wie lassen sich bestehende Nachhaltigkeitsmaßnahmen systematisch erfassen und bewerten?
Wie hoch sind die unternehmenseigenen CO2-Emissionen?
Welche Emissionsquellen sind in einer dezentralen Sozialorganisation besonders relevant?
Gibt es Unterschiede zwischen den jeweiligen Einrichtungen? Was kann man darauf lernen? Welche Hebel hat KWA, um die CO2-Emissionen zu reduzieren?
Wie gelingt eine praktikable Datenerhebung im operativen Alltag?
KWA erstellte eine CO2-Bilanzierung aller Scopes in Anlehnung an das GHG Protocol. Dies umfasst:
Herausforderungen bei der Erstellung waren insbesondere dezentral vorliegende Datenquellen, unterschiedliche Organisationsstrukturen der Standorte, unterschiedliche Abrechnungseinheiten bei den Entsorgern zur Berechnung der CO2-Emissionen der Abfallentsorgung sowie ein hoher manueller Aufwand bei einzelnen Warengruppen (z.B. Hygieneartikel). Der Anspruch von KWA war es, nicht nur Emissionen zu berechnen – sondern Transparenz, Vergleichbarkeit und strategische Steuerungsfähigkeit zu schaffen. Dies gelang erfolgreich durch die folgenden Projektschritte:
Ein zentrales Ziel war es, die Datenerhebung praxisnah und alltagstauglich zu gestalten.
Die Pilotstandorte fungierten als Multiplikatoren im Unternehmen – ein wesentlicher Erfolgsfaktor für den Roll-out.