CSRD-Wesentlichkeitsanalyse & ESG-Datenerhebung

Ausgangspunkt

Die Führer Gruppe ist ein bundesweit tätiger Betreiber im Bereich der Alten- und Behindertenpflege mit über 40 Einrichtungen und Diensten. Auch ohne aktuelle CSRD-Berichtspflicht steigen die Erwartungen von Finanzpartnern, Banken und öffentlichen Auftraggebern an transparente und belastbare ESG-Informationen deutlich. Gleichzeitig gewinnt Nachhaltigkeit zunehmend strategische Relevanz – als Faktor für Wettbewerbsfähigkeit, Finanzierungskonditionen und die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber in einem von Fachkräftemangel geprägten Markt. 

Die Führer Gruppe verfügte bereits über vielfältige nachhaltige Initiativen und Maßnahmen. Ziel war es, diese Aktivitäten strategisch zu bündeln, ihre Wirkung messbar zu machen und auf einer strukturierten Datenbasis weiterzuentwickeln. Damit schafft das Unternehmen die Grundlage, Nachhaltigkeit gezielt zur Stärkung der Marktposition zu nutzen, interne Prozesse effizienter zu steuern und Kostenpotenziale – etwa im Energie- und Ressourcenbereich – systematisch zu identifizieren und zu realisieren. 

40 Pflegeeinrichtungen

Nachhaltigkeitsberatung

Alten- und Behindertenpflege, Hauptverwaltung in Dessau-Roßlau

CSRD-Wesentlichkeitsanalyse, ESG-Datenerhebung, CO₂-Bilanzierung

Situationsanalyse

Die Einführung einer ESG-Struktur wurde als strategischer Entwicklungsprozess verstanden, der über ein reines Reporting hinausgeht. Vor diesem Hintergrund standen für die folgenden Leitfragen im Mittelpunkt: 

  • Welche Nachhaltigkeitsthemen sind für die Führer Gruppe – entlang der Wertschöpfungskette und im Dialog mit relevanten Stakeholdern – tatsächlich  wesentlich? 
  • Welche konkreten Chancen, Risiken und Auswirkungen (IROs) ergeben sich daraus für die Führer Gruppe? 
  • Wie können ESG-relevante Kennzahlen standortübergreifend strukturiert und effizient erhoben werden, ohne zusätzliche organisatorische Komplexität zu schaffen?  
  • Wie lässt sich eine belastbare Datenbasis aufbauen, die sowohl internen Steuerungs- und Kommunikationszwecken dient als auch den steigenden Anforderungen von Finanzpartnern und Kapitalgebern gerecht wird? 
  • In welcher Form kann die geschaffene Transparenz als Grundlage für zukünftige strategische Weiterentwicklungen genutzt werden? 
  • Wie kann eine pragmatische und ressourcenschonende Struktur geschaffen werden, die die Führer Gruppe zugleich auf mögliche zukünftige regulatorische Anforderungen vorbereitet? 

Lösungsweg der SozialGestaltung

Die Umsetzung erfolgte in zwei eng verzahnten Leistungspaketen: 

  1. Wesentlichkeitsanalyse & strategisches Nachhaltigkeitsmanagement
  • Definition von Zielen, Abläufen und unternehmensspezifischen RahmenbedingungenIdentifikation und Einbindung relevanter Stakeholder 
  • Analyse von unternehmensinternen sowie Stakeholder-Unterlagen zur Identifikation bereits bestehender Nachhaltigkeitsanforderungen 
  • Durchführung und Auswertung von Stakeholderumfragen  
  • Systematische Erhebung und Bewertung von Nachhaltigkeitsthemen gemäß der CSRD: Identifikation der relevanten Themen (Erstellung einer Longlist) 
  • Analyse und Bewertung von Chancen, Risiken und Auswirkungen (IROs) aus Inside-Out- und Outside-In-Perspektive  
  • Ableitung der wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen (Erstellung einer konsolidierten Shortlist) 
  • Grundlage für strategische Entscheidungen und künftige Berichterstattung 
  1. ESG-Datenmanagement & CO-Bilanzierung
  • Einführung eines digitalen ESG-Datenmanagementsystems mit dem Tool SozialESG: strukturelle Erhebung der ESG-Daten für die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen 
  • Definition einheitlicher Kennzahlen und zentraler Datenstrukturen 
  • Durchführung und Integration der CO-Bilanzierung in das ESG-Datenmanagement 
  • Festlegung von Verantwortlichkeiten und Schulungen der Mitarbeitenden 

Status: Die ESG-Datenerhebung wird aktuell standortübergreifend implementiert, sodass erstmals eine zentral konsolidierbare Datenbasis entsteht, die strategische Steuerung, Berichterstattung und den Dialog mit Finanzpartnern unterstützt. 

Ergebnis der SozialGestaltung

  • Transparenz schaffen: Strukturierte Übersicht über wesentliche Nachhaltigkeitsthemen und ESG-Daten und zielgerichtete interne sowie externe Kommunikationsgrundlage 
  • Strategische Steuerung: Basis für Entscheidungen in Investitionen, Personalmanagement und Lieferantenwahl 
  • Praxisnähe: Effiziente Prozesse trotz begrenzter Ressourcen 
  • Zukunftssicherheit: Vorbereitung auf regulatorische Anforderungen und ESG-Anforderungen von Banken 
  • Benchmarking: Vergleichbarkeit zwischen Standorten und Ableitung von Optimierungspotenzialen 

Eingesetzte Leistungen der SozialGestaltung

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Wir helfen gerne weiter.

Ihre Ansprechperson

Luzy Zobel

Beraterin Nachhaltigkeit & Innovation